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Veranstaltungen 2017

 

 

Refugee Camp Graz 2016, Foto: Schmiedl/ETC

Flucht und Asyl aus der Perspektive der politischen Bildung

25./26. September 2017 | 9:00 bis 17:00 | ETC Graz, Elisabethstraße 50b, 8010 Graz

 

Magdalena Emprechtinger, BAOBAB
Hildegard Hefel, BAOBAB
Herbert Langthaler, asylkoordination österreich

 

Workshop

Über 60 Millionen Menschen befinden sich weltweit auf der Flucht; davon über 20 Millionen über die nationalen Grenzen ihres Landes hinweg. Spätestens seit dem verstärkten Ankommen von Flüchtlingen in Europa dominiert die "Flüchtlingskrise" die politische, mediale und öffentliche Diskussion in Österreich und der EU. Diese Situation fordert auch die politische Bildung heraus, mit Wissen, Fakten und Gesprächsangeboten Asyl im international-juridischen Zusammenhang als ein Menschenrecht erscheinen zu lassen und die Öffentlichkeit über aktuelle Fragen aufzuklären.

Um hier einen Beitrag zu leisten, wurden zwei Fach-Organisationen angefragt, ein Training zu entwickeln: asylkoordination österreich ist die zentrale Anlaufstelle für Flüchtlingsorganisationen, BAOBAB – als Einrichtung des Globalen Lernens – bietet didaktische Reflexionen und Anregungen zum Thema.

In der zweitägigen Veranstaltung werden die TeilnehmerInnen die Möglichkeit erhalten, mit den TrainerInnen der beiden Organisationen Hintergründe sowie Methoden zur Thematisierung der (globalen) Ursachen von Flucht und der Rechtslage im europäischen Kontext kennenzulernen. Ebenso wird angesichts der Diskussionen rund um eine "Willkommenskultur" und der zugleich zunehmenden Ängste und Verunsicherungen die Rolle der (sozialen) Medien in diesem oft polarisierenden Diskurs hinterfragt. Dazu erfolgt mit Hilfe von unterschiedlichen Methoden eine Auseinandersetzung mit Vorurteilen und (Falsch-)Informationen.

Zielgruppe: ErwachsenenbildnerInnen, TrainerInnen, MultiplikatorInnen, NGO-MitarbeiterInnen

Kosten: 50 Euro

Anmeldung: Barbara Schmiedl

Der Workshop ist mit 1 ECTS im Rahmen der wba akkreditiert.

 

In Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB) 

 

 

Menschenrechte auf der Flucht?

29. September 2017 | 8:30 - 10:00, 10:30 - 12:00, 12:30 - 14:00 | ETC Graz, Elisabethstraße 50b

Follow-up an den Schulen bzw. in Betreuungseinrichtungen für Flüchtlinge

 

Lisa Heschl, Uni-ETC

Barbara Schmiedl, ETC Graz

 

Workshops für Schulklassen im Rahmen des "Langen Tages der Flucht" (UNHCR)

Jeder Workshop besteht aus zwei Teilen: Zur Einführung gibt es am „Langen Tag der Flucht“, dem 29. September 2017,  Vorbereitungsstunden am ETC Graz, abgehalten durch MitarbeiterInnen des ETC und des Uni-ETC. In diesen jeweils zwei Unterrichtseinheiten bekommen die SchülerInnen Basisinformationen zum Thema Flucht und werden spielerisch für das Thema sensibilisiert. In Reflexionsrunden ist auch Platz für Fragen, die sich ergeben können.

Der zweite Teil des Workshops findet zwischen 2. und 13. Oktober 2017 jeweils an der Schule oder in einer Betreuungseinrichtung für Flüchtlinge statt. SchülerInnen erarbeiten gemeinsam mit jugendlichen Flüchtlingen/AsylwerberInnen menschenrechtliche Fragestellungen, die sich im Zusammenhang mit den Themengebieten Migration, Flucht und Asyl ergeben. Die Jugendlichen sollen sich auf diese Weise kennenlernen, beidseitige Vorurteile werden abgebaut und der interkulturelle Dialog gestärkt.

 

Kostenfrei!

Anmeldung bitte bis 22. September 2017 auf der UNHCR-Website "Langer Tag der Flucht"

 

 

 

ON THE MOVE - Die Realität der Freizügigkeitsrichtlinie für mobile junge EuropäerInnen in Zeiten der Krise

13. Oktober 2017 | 9:00 | Sitzungszimmer SZ 15.21, RESOWI A2

 

Präsentation der Projektergebnisse und des Handbuchs für junge Menschen

EU-BürgerInnen haben die Freiheit, sich überall in der EU niederzulassen und zu arbeiten. Dieses Recht wurde im Zusammenhang mit der Finanzkrise verstärkt von jungen EuropäerInnen genutzt, die Arbeits- und Lebensmöglichkeiten in EU-Ländern suchten, die bessere Aussichten bieten.

Im Rahmen von rechts- und sozialwissenschaftlichen Analysen in 15 EU-Ländern wurde die Realität für mobile EU-BürgerInnen untersucht und Barrieren vor, während und nach der Übersiedlung identifiziert. Probleme in Bezug auf Verwaltungsverfahren und Rechtsvorschriften sowie auch Stereotypen und diskriminierende Praxen lassen sich zeigen. Gleichzeitig zeigen die Forschungsergebnisse aber auch auf positive Faktoren und Hilfestellungen, die die Ausübung dieses Rechts fördern.

Zum Abschluss des Projektes liegen nun detaillierte Forschungsergebnisse vor, in Staatenberichten und auch als Handbuch für junge Leute, die in ein anderes EU-Land umziehen möchten oder diesbezüglich schon konkrete Pläne haben. Dieses Handbuch stellt die gängigsten Mythen und Stereotypen dar, die junge Leute am Umziehen hindern, sie von solchen Plänen abschrecken oder ihnen die Entscheidung erschweren. Es räumt diese Hindernisse anhand von Forschungsergebnissen aus bzw. widerlegt sie, wo es geht.

Die Forschungsergebnisse samt Handbuch werden im Rahmen der Veranstaltung präsentiert und zugänglich gemacht.

 

Kooperationspartnerin: Universität Graz

Projekt-Website...

Information: Isabella Meier (0316 380-1531)

 

 


MENSCHENRECHTSSCHUTZ IN DER EU: Die Umsetzung der EU-Grundrechtecharta in den Mitgliedstaaten

20. Oktober 2017 | 16:00 | Sitzungszimmer SZ 15.21, RESOWI A 2,
Universitätsstraße 15, 8010 Graz

 

Begrüßung: Stefan Storr, Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, Universität Graz

Vortrag:

Gabriel N. Toggenburg,  Agentur der Europäischen Union für Grundrechte: Das „Leben der Charter auf nationaler Ebene“ – ein Blick auf den neuen Grundrechtebericht 2017

Statements:

Markus Möstl, ETC Graz: Der österreichische Beitrag zum jährlichen Grundrechtebericht der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte

Hans-Peter Folz, Institut für Europarecht, Universität Graz: Grundrechtsverantwortung nationaler Gerichte im Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts

Josef Marko, Institut für Öffentliches Recht und Politikwissenschaften, Universität Graz: Die Unteilbarkeit von Menschen- und Minderheitenrechten

Moderation: Gerd Oberleitner, UNESCO Chair für Menschenrechte und Menschliche Sicherheit, UNI-ETC, Universität Graz

 

Kooperationsveranstaltung mit der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA), dem Dekanat der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Graz und dem Europäische Trainings- und Forschungszentrum für Menschenrechte und Demokratie (Uni-ETC)

 

 

 

(Graphik: Canva)

Richtlinienkonforme Praktiken zur Opferschutzrichtlinie

Kalenderwoche 45 (7. bis 11. November 2017) | Graz

 

Elisabeth Juschitz, Landesgericht für Strafsachen

Isabella Meier, ETC Graz

Moderation: Klaus Starl, Simone Philipp, ETC Graz

 

Workshops

Im Rahmen des Projektes VICT - Developing Directive-compatible practices for the identification, assessment and referral of victims wurden die nationalen Praktiken zu den Standards der Opferschutzrichtlinie (2012/29/EU) in insgesamt zwölf EU Mitgliedsstaaten durch rechtliche Analysen, Quellenstudien und Interviews mit ExpertInnen erhoben.

Die Forschungsergebnisse sollen jenen zur Verfügung gestellt werden, die sie in der Praxis anwenden können. Das erfolgt durch zwei eintägige Workshops in Graz und Wien. Durch die Vermittlung der Forschungsergebnisse sowie anhand von guten Beispielen aus den Partnerländern sollen die TeilnehmerInnen der Workshops in die Lage versetzt werden, selbst richtlinienkonforme Praktiken aus ihrer eigenen Arbeitserfahrung zu entwickeln. Im Zuge dessen können sich PraktikerInnen unterschiedlicher Berufsgruppen auch vernetzen und austauschen. Die Workshops werden von Richterin Elisabeth Juschitz geleitet, die in ihrer Arbeit am Straflandesgericht Erfahrungen mit Opferschutzanliegen erworben hat.

Zielgruppe: ExekutivbeamtInnen, StreifenpolizistInnen, Führungspersönlichkeiten bei der Polizei, Gesundheitspersonal, KindergärtnerInnen, LehrerInnen, MitarbeiterInnen der Kinder- und Jugendhilfe, MitarbeiterInnen von Opferschutzeinrichtungen.

 

 

Menschenrechtlicher Debate Club

ab 8. März jeweils mittwochs | 17:00 - 18:30 | ETC Graz, SR 19.01, Elisabethstraße 50b

 

Lisa Heschl

Bernadette Knauder, beide Uni-ETC

 

Der Menschenrechtliche Debate Club soll es Studierenden aller Fakultäten ermöglichen, menschenrechtliche Kontroversen zu beleuchten und ihre rhetorischen Fähigkeiten in der Praxis zu vertiefen. Jede Einheit ist einem anderen menschenrechtlichen Thema gewidmet (zB Relativierung des Folterverbots, Verbot der Genozidleugnung, Relativierung der Privatssphäre durch Informationstechnologien, Menschenrechtsstadt Graz). Nach einer Einführung in die menschenrechtlichen Grundlagen der jeweiligen Einheit durch den/die LV-LeiterIn treten die Studierenden in eine geführte Debatte ein. Weiters werden Grundlagen der Rhetorik und des Argumentationsaufbaus vermittelt.

 

UniGrazOnline...